Gesellschaft Eintracht Bielefeld

Historie

Rudolf Rempel

Rudolf Rempel (1815 - 1868) gründete 1847 die Gesellschaft Eintracht Bielefeld in der alle Stände Bielefelds ohne Unterschied vertreten waren und deren Präsident er bis zu seinem Tod blieb.

Neben seiner kaufmännischen Tätigkeit entfaltete Rempel ein starkes politisches Engagement. Schon in jungen Jahren schloss er sich der demokratischen Partei an. Angeregt durch die Ideen der Französischen Revolution, schrieb er zahlreiche aufrüttelnde Artikel für verschiedene Zeitungen und Zeitschriften des Ravensberger Raumes, in denen er seine republikanische Gesinnung nachhaltig vertrat. Die von ihm herausgegebene Wochenzeitschrift Der Volksfreund stellte er unter das Motto "Freiheit, Wohlstand, Bildung für alle". In seinen Forderungen nach "Volkssouveränität" und einer "Verfassung auf breitester demokratischer Grundlage" ging Rempel in der Revolution von 1848 bis zur äußersten Grenze. Er galt bald als der "Robespierre von Bielefeld". Gegen eine Belohnung von 200 Reichstalern wurde er steckbrieflich gesucht. Seiner Verhaftung entzog er sich durch die Flucht nach Paris. 1849 vom Schwurgericht in Münster freigesprochen, kehrte er in seine Heimatstadt Bielefeld zurück. Er widmete sich der Hebung und Förderung des industriellen Lebens. Für das Wohl der Stadt Bielefeld setzte sich Rempel auch als langjähriger Stadtverordneter, Kreistagsabgeordneter und mehrmaliger Vorsitzender der Stadtverordnetenversammlung ein. Im Schulkuratorium der Stadt wirkte er entscheidend und nachhaltig bei der Erweiterung und Verbesserung des Bielefelder Schulwesens mit.


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